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Willkommen auf dem Hülfensberg

Zu Fuß vom Hülfensberg nach Fulda

Ein Bericht der 17 jährigen Johanna Vockrodt

Mit diesem Ziel Fulda begab ich mich im August diesen Jahres gemeinsam mit elf weiteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Dekanats Dingelstädt auf Pilgerreise. Die erste von insgesamt fünf Etappen startete am Morgen des 9. August auf dem Hülfensberg im Eichsfeld. Vollgepackt und voller Tatendrang legten wir in den darauffolgenden Tagen insgesamt ca. 100 Kilometer zurück, sodass wir vier Tage später leicht erschöpft, aber überglücklich unser Ziel Fulda erreichten. Unsere Reise wurde nicht nur durch die vielen Menschen geprägt, denen wir auf dem Weg begegneten, sondern auch durch die Geschichte des heiligen Bonifatius, denn sein Leben und Wirken stand immer wieder im Mittelpunkt der Etappen. Auf dem Weg vom Hülfensberg nach Fulda ist jede und jeder einzelne von uns über sich hinaus gewachsen und sind wir als Gruppe zusammengewachsen. Wir haben eindrucksvolle Momente erlebt und durften mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. Gleichzeitig haben wir aber auch mit jedem Meter mehr und mehr gekämpft. Gerade in diesen Situationen war es schön zu sehen, wie wir uns als Gruppe gegenseitig unterstützt und einander Mut gemacht haben. Da für einige Mitpilgerinnen und Mitpilger nach Abschluss der Reise ein neuer Lebensabschnitt begann, war es umso schöner, dass unsere gesamte Pilgergruppe drei Monate nach Tourbeginn noch einmal zum Nachtreffen zusammenkam. So ergab sich die Gelegenheit, die Ereignisse unseres Weges Revue passieren zu lassen und noch einmal einige Stunden in unserer Pilgergemeinschaft zu verbringen. Als mir unmittelbar nach der Reise im August die Frage gestellt wurde, wie es mir beim Pilgern erging, lautete meine persönliche Antwort: „Es war das schrecklichste und schönste, was ich je in meinem Leben gemacht habe.“ Und weil es meiner Meinung nach keinen treffenderen Satz gibt, der diese Woche kurz und knapp in all ihren Facetten beschreibt, muss er auch hier Erwähnung finden. Nach drei Monaten, in denen mein Wanderrucksack und die Wanderschuhe nun in der Ecke stehen, kann ich aber deutlich sagen, dass der „schöne“ Teil überwiegt, denn es war eine herrliche Woche voll inspirierender Erlebnisse. Die schmerzenden Füße und Blasen gingen vorbei, aber die großartigen Erinnerungen bleiben ein Leben lang!